Sonntag, 18. Mai 2014

Dabi arvi ka salan

Aubergine and Sweet Potato Curry in Onion Masala
Schon wieder ein Lammgericht. Ja, denn Lamm lässt sich eigentlich ganz gut vegetarisch zubereiten. Dieses Mal habe ich es durch Auberginen ersetzt, denn wie schon früher mal erwähnt, kann es nicht genug Auberginenrezepte geben. Ich muss sagen, es war ein voller Erfolg. Dieses Rezept könnte gar eines meiner Favoriten werden. Die Kombination aus Zwiebeln, Süßkartoffeln und Auberginen ist fantastisch. Nachdem alles angebraten ist, kann man sich zudem das einstündige Köcheln des Lammes sparen. Gewürzt mit Garam Masala und Chili Powder und cremig durch den nun regelmäßig zum Einsatz kommenden griechischen Joghurt. Mmmm, köstlich. Das i-Tüpfelchen bildete der selbstgezogene Koriander. Ja genau. Obwohl ich sicher keinen grünen Daumen habe, ist er erstaunlich gut gewachsen. Am besten säe ich gleich weiter. Allerdings muss ich zugeben, dass das eigentliche i-Tüpfelchen die empfohlenen getrockneten und gemahlenen Rosenblätter gewesen wären. Wirklich zu dumm, dass ich nicht etwas vorausschauender auch noch rasch mit dem Rosenzüchten angefangen habe und daher keine hatte. Das hätte mir wirklich gut gefallen.


Gut gefallen hat mir diese Woche auch ein weiterer Bollywood-Film. Kuch Kuch Hota Hai (Some Things Happen). Ah, was für ein Titel. Ganz nach meinem Geschmack. Fantastisch. In der Szene übrigens auch bekannt als KKHH. Ja, langsam fange ich an, mich zurechtzufinden. Man sucht am besten nach Shah Rukh Khan (SRK), dem Superstar schlechthin und dann hat man auch schon genug Material für eine ganze Weile. Ich bin in jedem Fall jetzt schon ein großer Fan der Kombi SRK und Kajol. Ah, sie ist so schön. Ich glaube KKHH wird neben K3G (Sie wissen schon: Kabhi Khushi Kabhie Gham) einer meiner Lieblingsfilme. KKHH ist von 1998, also auch schon etwas älter, aber wohl ein Muss in der Bollywood-Geschichte. Obwohl die Geschichte herzzerreißend ist, bleibt der Film eher auf der heiteren Seite und die Musik- und Tanzszenen sind mitreißend und up-lifting.
So ist auch das Wetter dieses Wochenende. Trotz des Sonnenscheins wünschten die Kids sich ein Raclette-Essen. Na warum nicht.
Ich mache mir jetzt ein erfrischendes Mango-Lassi. Hmmm. Hier das Rezept:

Mango Lassi
(2 Gläser)
1 reife Mango
2 Becher Joghurt 
Eiswürfel
Zucker nach Bedarf


Die Mango in Würfel schneiden, Joghurt dazugeben und mit dem Stabmixer pürieren. Eiswürfel zerstoßen und dazugeben. Nach Geschmack mit etwas Zucker süßen. 






Sonntag, 11. Mai 2014

Lamb Samosas

Ich muss zugeben, es war eine kleine Herausforderung, meinen indischen Curry-Abend mit den Traditionen zum alljährlichen musikalischen Großevent unter einen Hut zu bringen. Ich meine, was wäre ein Eurovision Song Contest ohne Käsespieße und Ananasbowle? Irgendwie passt da ein cremiges Korma nicht so recht dazu, zumal Indien ja leider auch nicht dabei sein kann.
Zum Fingerfood Buffet erschienen mir daher Samosas als exotische weltoffene Beigabe einigermaßen passend.
Das Lamm Samosa Rezept musste entsprechend unserer Vorlieben abgewandelt werden. Die 500g Lamm wurden durch Kichererbsen und Kartoffeln ersetzt. Um uns etwas Arbeit zu ersparen, weist Rick darauf hin, den Teig fertig zu kaufen. Es gäbe angeblich fertige Samosa Pads, die man einfach füllen könne. Nun, dies trifft vielleicht auf einen gut sortierten indischen Laden im United Kingdom zu, leider aber nicht für meinen lokalen Supermarkt, der hatte auch keinen Filoteig oder fertigen Frühlingsrollenteig. Also haben wir uns an das Rezept aus dem Buch Rick Stein's far eastern odyssey gehalten. Es stammt aus Bangladesh.

Samosas
Samosa Teig aus Bangladesh:
(aus Rick Stein's far eastern odyssey, 2009)
225g Mehl
2 El Öl
150ml warmes Wasser

zu einem Teig verarbeiten und eine Stunde ruhen lassen.






Tamarind Chutney


Dazu habe ich das empfohlene Tamarind Chutney gemacht. Passt fantastisch. 12 points in jedem Falle.

Die Sensation des Abends war allerdings - neben Österreich - die Bereitschaft es zu probieren und… zu mögen! Nein, natürlich nicht das Tamarind Chutney, das würde doch zu weit führen. Aber Samosas kann man nicht nur essen, sie sind sogar köstlich. Was für ein Erfolg. Thank you Europe.

Sonntag, 4. Mai 2014

Kedgeree

kedgeree
Hmmm. Ein Kedgeree mit selbstgeräuchertem Lachs. Naja, ok, ich habe ihn nicht persönlich geräuchert, nur bei einer Räucherei gekauft, die selbst räuchert. Aber direkt an der Nordsee. Immerhin. Ja, das lange Wochenende wurde an der Nordsee verbracht. Sehr schön. Allerdings mal vom Assamtee abgesehen, kann man vermutlich kaum weiter weg sein von Indien. Hier im rauen Norden, wo einem eine kühle Brise um die Ohren bläst. Aber unter uns, etwas Kandis statt Kardamom im Tee war zur Abwechslung auch ganz nett. Das Kedgeree war wirklich lecker und genau das Richtige nach einem windigen Tag am Strand. Kedgeree ist übrigens ein anglo-indisches Gericht. Ist also nicht ganz so original indisch. Für uns als Ex-Engänder aber umso ansprechender. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Reispfanne mit geräuchertem Fisch und gekochten Eiern. Die Ferienwohnung riecht jetzt jedenfalls köstlich nach den Gewürzen des Orients... und nach Fisch. Sorry about that.


Mein Plan, dass die Meeresluft so hungrig macht, dass man alles isst, ging leider nicht auf. Lieber nur Brot und Wurst. Hm.

Sonntag, 27. April 2014

Puliyodharai

Ein aufwendiger Name für ein eher einfaches Gericht. Am Ende der Osterferienwoche und dem damit wie erwarteten Verzehr von gefühlten mehreren Kilos Schokolade war ich froh auf dieses eher bescheidenere Rezept zu stoßen. Tamarind Rice. Gekochter Reis gewürzt mit Chilies, Kümmel, Senf und Tamarind. Sonst nichts. Rick hat das Rezept aus dem Meenakshi Tempel in Madurai. Ein einfaches Tempelgericht. Genau das Richtige. Schlicht, karg, etwas spartanisch, aber auch ein wenig ehrwürdig und heilig. Man fühlt sich irgendwie ein wenig gereinigt. Die Anlage an sich scheint mir allerdings im Gegensatz zu meinem simplen Mahl einigermaßen eindrucksvoll und imposant zu sein. http://www.maduraimeenakshi.org/index.php
Es wird empfohlen den Reis am Ende noch gegen einen Stein zu drücken. Angeblich macht das geschmacklich einen großen Unterschied. Leider habe ich keine Ahnung, was für ein Stein das sein muss. Kiesel? Sandstein? Marmor? Da ich keinen Stein zur Hand hatte, der mir geeignet erschien, konnte ich also die Wirkung leider nicht testen und kann daher dazu nicht so viel sagen. Ansonsten fand ich es sehr lecker.

Puliyodharai

Sonntag, 20. April 2014

Thakkali rasam

Ein eher bescheideneres und einfaches Mahl am Ostersamstag. Vor den Feiertagsfestessen, den Schokoladenhasenbergen und Tortenbuffets aber vielleicht eine gute Wahl.
Thakkali rasam mit Tomaten, roten Linsen und Tamarind ist eine eintopfartige Suppe, die sauer und scharf ist, wenn man sich an die empfohlenen drei frischen Chilies plus die getrocknete plus den Löffel Pfeffer hält.


thakkali rasam


Wenn auch nicht das indischste Fest, wünsche ich allen viel Spaß beim Eiersuchen und -essen. 

Frohe Ostern!




Sonntag, 13. April 2014

Mandra


Ist es nicht wunderbar? Plötzlich gibt es Rhabarber und Spargel in Hülle und Fülle im Angebot. Und im Überschwang der Freude kauft man beides kiloweise ein und fragt sich später, was mache ich denn nun alles damit...


Hier also zwei Vorschläge:

1. Spargel


Zum Glück gibt es ein Spargelgericht unter Ricks Rezepten. Nein, eigentlich war es natürlich anders herum. Ich hatte das Rezept von Anfang an im Auge und konnte es kaum abwarten bis die Spargelzeit endlich anbrach. Ein Rezept mit dem wundervollen Namen Mandra. Ich finde, es klingt ein wenig geheimnisvoll und nach Tausendundeiner Nacht. Ja genau, die Märchen stammen übrigens auch ursprünglich aus Indien.



http://www.planet-wissen.de/laender_leute/naher_und_mittlerer_osten/mythos_orient/1001_nacht.jsp

Aber das nur am Rande, ich denke Mandra hat wohl vermutlich eher nichts damit zu tun. Wobei mir alle tausend Geschichten auch nicht wirklich präsent sind. Das müsste ich nochmal überprüfen. Wie auch immer. Es klingt geheimnisvoll und die Kombination der Gewürze ist es auch: Zimt, Fenchel, Koriander, Nelken und Kardamom. Und zwar schwarzer Kardamom. Der Geruch von schwarzem Kardamom ist so intensiv, dass man ehrlich gesagt ein wenig Angst hat, ihn zu benutzen. Allerdings wird die starke Gewürzmischung durch Joghurt (keine Sorge, dieses Mal habe ich mich an die griechische 10%-Variante gehalten, da flockt nix) und Creme double abgemildert und es entsteht ein wirklich einzigartiges Kartoffel-Spargelgericht. Ich habe übrigens grünen Spargel verwendet, da dies in England bzw. Indien wohl die erste Wahl ist. Wobei ich das ehrlich gesagt für Indien nicht wirklich sagen kann. Schon beim Kochen wächst die Spannung und Vorfreude auf dieses ungewöhnliche Mahl.

Mandra


2. Rhabarber



Außerdem bin ich letzte Woche mal wieder meinem neuen Hobby nachgegangen: Chutneykochen.
Also, da ich eh einen kleinen Überschuss an Rhabarber eingekauft hatte, dachte ich, warum nicht es mit Rhabarber versuchen. Rhabarber ist geheimnisvoll und mysteriös und daher sicher gut geeignet ihn mit indischen Gewürzen zu kombinieren.
Sauer, süß, scharf und würzig - klingt verlockend.

Und hier mein Rhubarb Chutney Rezept.

Rhabarber Chutney
(ergibt zwei Gläser plus ein bisschen zum Gleichessen)

650g Rhabarber in kleine Stücke geschnitten
1 große rote Zwiebel in kleine Stücke geschnitten
80ml Weisweinessig
1 Tl Kashmiri Chilli Powder
1/2 Tl Zimt
1 Tl gemahlenen Ingwer
1 Sternanis
300g Zucker
1 El Korinthen

bei niedriger Temperatur ca. 1 Stunde köcheln lassen bis eine marmeladige Konsistenz erreicht ist und noch heiß in sterilisierte Gläser geben und verschließen.

Passt zu Makrele, Hartkäse und Gegrilltem.



Apropos gegrillt. Zum Glück für den Nachwuchs wurde in unserem Garten zusätzlich zu Rhabarber- und Spargel- auch noch die Grillsaison eröffnet, so dass man dank herkömmlicher Würstchen ganz gut über die Runden kam.

Sonntag, 6. April 2014

Pav Bhaji

Ein kleiner Ausflug nach Mumbai. Sozusagen zu einer Pommesbude à la India.

pav bhaji
Pav bhaji is a Maharashtrian fast food dish that originated in Mumbai cuisine. The pavbhaji is a spicy preparation with a mixture of vegetables, either whole or mashed, a generous dose of fresh tomatoes, a dollop of butter, optional toppings of cheese and dry fruits and fresh fruits, consumed with warm bread gently or crispy fried in butter - an all-time, anytime favourite with Mumbaikars. http://en.wikipedia.org/wiki/Pav_Bhaji

Hmmm, was für ein wundervoller Snack. Creamy and rich und frisch mit viel Koriander und Limette in unserer Variante. Lecker.
Zum ersten Mal habe ich auch Amchur Powder benutzt. Es handelt sich übrigens dabei um gemahlene getrocknete unreife Mango. Aha. Kreativ sind sie ja, die Inder. Es schmeckt, wie man vielleicht laut der Beschreibung vermuten würde, ziemlich sauer. 1/4 Teelöffelchen steckt in der Pfanne. Fabelhaft. Und erstaunlich, wie diese kleinen Mengen dies und jenes immer wieder neue Gerichte und Geschmackserlebnisse entstehen lassen.

Rick empfiehlt einen fantastischen Blog, falls man mehr über Mumbais Küche und Kultur erfahren möchte. Mumbai Boss - Making Sense of the City.
Ich muss gestehen, neben den interessanten Restaurant Kritiken bin ich bei der Fashion Week hängen geblieben und der neuesten Sari Mode.
http://mumbaiboss.com/2014/03/19/lfw-focus-16-ways-to-drape-a-sari/

Sehr schön.

Ebenfalls schön, dass es in Zukunft hoffentlich weiter Nachschub an Koriander geben wird. Gesät ist er jedenfalls.




Was noch? Ach ja. Backofencamembert für die Kids. Auch rich and creamy!