Sonntag, 12. April 2015

Mint Lassi

Ich muss gestehen, ich war ein wenig skeptisch. Durchaus offen und neugierig - selbstverständlich, allerdings auch ein wenig skeptisch. Gegen ein süßes Mango Lassi kann doch ein salziges Mint Lassi nicht ankommen. Oder?

Mint Lassi

Zutaten:
(1 Glas)

3 El Joghurt
2 Eiswürfel, crushed
1 Messerspitze grobes Meersalz
4 Blätter Minze

Zubereitung:

Die Eiswürfel lassen sich ganz gut im Mörser zerstoßen. Mit dem Joghurt und dem Salz verrühren und in ein Glas füllen. Die Minzblätter klein schneiden und über das Lassi streuen. 
Mit einem Strohhalm servieren. 

Mint Lassi


Schon beim ersten Schluck sehe ich mich im Getümmel Kalkuttas stehen. Ich stelle mir die Hitze, den Staub und den nie abreißenden Lärm der Straßen vor. Überall Händler, Bettler, Taxis, Kühe, Frauen in bunten Saris. Dampfendes Streetfood. Ein Curry so scharf, dass es Schweiß auf die Stirn und Tränen in die Augen treibt.
Und dann das kühlende Mint Lassi. Erfrischend, wohltuend und belebend. Der Kopf wird klar, die Sinne werden geschärft, die Salzkristalle wecken Geist und Geschmacksnerven. Es schmeckt großartig. Wow.

Mint oder Mango - die Lassis stehen auf einem Level und die Entscheidung muss nach Lust und Tageslaune ausfallen: süß oder salzig.




Sonntag, 29. März 2015

Mango Lassi

Hmmm, ein Lassi ist wirklich wunderbar. Das kühlende Joghurtgetränk kann man vorm Essen, zum Essen, danach oder als kleine 'Zwischenmahlzeit' genießen.
Am bekanntesten ist wohl das Mango-Lassi, aber es gibt andere Varianten auf die ich wirklich neugierig bin und die ich in Zukunft ausprobieren möchte.
Hier noch einmal ein Mango-Lassi-Rezept.

Mango Lassi

Zutaten:

(2 Gläser)
1 reife Mango
500ml Joghurt
eine Handvoll Eiswürfel crushed

Zubereitung:

Idealerweise das Joghurt zuerst herstellen. Zum Beispiel am Tag vorher. Ansonsten ein mildes, cremiges, lieber nicht so festes Joghurt nehmen. 
Die Mango schälen und in Stücke schneiden. Den Rest des Fruchtfleisches um den Kern gut ausdrücken. Mit dem Joghurt und dem Eis im Mixer pürieren.

Eine reife saftige Mango braucht eigentlich nicht noch zusätzlichen Zucker. Nach Geschmack und Bedarf kann man das Lassi aber noch entsprechend abschmecken. Wer mag, kann auch noch einen Hauch von Kardamom hinzufügen. 

Ein Mango Lassi passt sehr gut zu einem scharfen Curry. Es bildet ein süßes, kühles Gegengewicht. 

Mango Lassi





Sonntag, 22. März 2015

Dal

Vermutlich gibt es Dal-Rezepte wie Sand am Meer. Womöglich hat jede indische Hausfrau ein kleines Familien-Dal-Geheimrezept, das gut gehütet von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Es macht wirklich Spaß sich durch die verschiedenen Rezept-Vorschläge durchzukochen. Vielleicht bleibt man bei der ein oder anderen Variante hängen und macht sie - mit kleinen Abwandlungen - zum eigenen Familienlieblingsrezept?
Ein Dal ist sättigend, passt als Beilage zu fast allen anderen Currys und kann aber auch einfach so mit etwas Naan gegessen werden. Es gibt verschiedene Linsenarten. Auch hier kann man ausprobieren und seine eigenen Favoriten finden.

Hier meine momentane Lieblings-Dal-Variante:

Dal

Zutaten:

200g rote Linsen
1/2 l Wasser
1 Chili längs durchgeschnitten
1/2 Tl Kurkuma
200ml Kokosnussmilch

1 Tl Senfkörner
1 Tl Cumin (ganz)
1 Tl Koriander (gemahlen)
5 Curryblätter
2 Zwiebeln, gewürfelt
3 Knoblauchzehen, gepresst
1 Chili, gewürfelt
2 Tomaten, gewürfelt
1 Tl Salz

Zubereitung:

Linsen, Chili und Kurkuma in Wasser ca. 20 Minuten kochen. Wenn das Wasser verkocht ist, Kokosnussmilch hinzufügen und nochmal 20 Minuten köcheln lassen bis die Linsen sämig sind.

In einer Pfanne, etwas Öl erhitzen. Senfkörner, Cumin, Koriander und Curryblätter kurz anbraten (tempern), dann Zwiebeln hinzufügen und ca. 5 Minuten braten. Chili klein hacken und mit dem Knoblauch zusammen hinzufügen. Tomaten und Salz dazugeben und ein wenig einkochen lassen. Diese Mischung zu den Linsen geben und umrühren. Mit Salz abschmecken und gerne mit Koriander garnieren.


Dal






Sonntag, 15. März 2015

Paneer

Es gibt so wunderbare Rezepte, die den indischen Käse paneer beinhalten. Und dann ist es so schade, wenn man ihn in keinem Geschäft auftreiben kann. Daher ist also selber machen angesagt. Und es ist gar nicht so schwer. Ich habe mir wirklich vorgenommen, häufiger mal nachmittags ein wenig paneer herzustellen, um ihn dann abends in einem leckeren Gemüsecurry zu verarbeiten. Hat man erst mal ein wenig Routine darin, ist es im Grunde nicht weiter aufwendig. Frisch und selbst gemacht ist er von der Qualität her vermutlich unschlagbar. Und so lecker.

Ich habe das Rezept früher schon mal gepostet. Hier noch einmal eine Variante mit Fotos.

Paneer
(für 2 Personen)

Zutaten:

1l Bio-Vollmilch
100ml Sahne
Saft einer Zitrone
ca 10 Eiswürfel

außerdem: ein Seihtuch (hierfür kann man eine Mullwindel nehmen - in einem Topf kurz auskochen), etwas zum Beschweren (z.B. einen Granit Mörser)

Zubereitung:
Die Milch in einem Topf unter Rühren zum Kochen bringen.




Den Zitronensaft hinzufügen. Nun gerinnt die Milch. Die Eiswürfel hinzufügen und kurz umrühren.


Das Seihtuch über ein Sieb auslegen und in eine Schüssel stellen. Dann die Flüssigkeit hineinschütten.



Nun das Tuch gut ausdrücken und beschweren, damit der Rest der Flüssigkeit ausgedrückt wird und der Käse fest wird.


Nach etwa zwei Stunden ist der Käse fertig und kann in Stücke geschnitten werden. 

paneer

Sonntag, 22. Februar 2015

Soßen

Irgendwie muss ein bisschen Soße ans Curry. Wobei es durchaus auch trockene Currys gibt. Das sind dann aber vielleicht keine Currys. Ich fürchte, es handelt sich eh nur um einen laienhaften Übergriff. Nun ja. Für ein soßiges Curry braucht man irgendeine Flüssigkeit und die kann
a) kokosnussig
b) tomatig
c) joghurtig

sein. Plus eine Reihe von weiteren Variationen selbstverständlich.

zu a) Kokosnussmilch:
Eine eher mildere, für unsere Gaumen exotischere Geschmacksrichtung, erhält man durch Zugabe von Kokosnussmilch. Sollte man sie mal nicht im Haus haben, geht auch Sahne. Auch hier, wie in allen Currys, entsteht durch das Zusammenspiel von Gewürzen und Soße das Geschmackserlebnis. Zu Kokosnuss-Currys passen Curryblätter, Fenchel, Ingwer, Zimt, aber natürlich sind andere Kombinationen denkbar.

Beispiel für eine

Helle Currysoße:

Zutaten:

Öl
1 indisches Lorbeerblatt
1/2 Tl Zimt
2 Zwiebeln gewürfelt
3 Knoblauchzehen gepresst
1/2 Tl Garam Masala
1/2 Tl Ingwerpulver
1 Tl Chilipulver
1 Tl Kurkuma
1 Tl Salz
1 Tl Zucker
1 Becher Sahne oder Kokosnussmilch

Zubereitung:

Öl in der Pfanne erhitzen und das Lorbeerblatt und den Zimt hinzufügen. Ca. 30-60 Sekunden anbraten. Die Zwiebeln hinzufügen und so lange braten bis die Zwiebeln leicht gebräunt sind. Danach Garam Masala, Chilipulver, Kurkuma, Knoblauch und  Ingwerpulver hinzufügen und ca. 30 Sekunden mitbraten. Etwas Wasser hinzufügen und verrühren. Nun die Sahne, Salz und Zucker hinzufügen und ca. 5 Minuten erhitzen. 

Passt zu Gemüse oder Garnelen.

Garnelencurry


Zu b) die tomatige Variante:
Hierzu benutze ich der Einfachheit her halber meist einfach passierte Tomaten, die immer im Vorratsschrank vorhanden sein sollten. In der italienischen Küche sind sie nicht wegzudenken, aber auch für Currys benutze ich sie oft. Die Kombination Chili, Tomate, Tamarinde und etwas Zucker bilden eine alle Geschmacksnerven ansprechende Basis für ein Curry, ob vegetarisch oder fischig.
Natürlich kann man auch aus frischen Tomaten und ein wenig Wasser eine tomatige Basis bilden. Auf jeden Fall das Öl zuerst mit Gewürzen tempern und nicht zurückhaltend mit der Zugabe an Gewürzen, Chilis, Zwiebeln und Knoblauch sein.

zu c) Joghurt:
Ich hatte am Anfang ein wenig Probleme mit den Joghurtsoßen. Das kam daher, dass ich gewohnheitsmäßig die 0,1% Variante wählte und die weder besonders cremig, noch geeignet für ein indisches Curry war. Es lohnt sich, Joghurt selbst herzustellen. Vielleicht einfach einen Tag vorher. Alternativ eignet sich meiner Meinung nach der griechische Joghurt sehr gut. Der Joghurt wird zum Schluss zum Curry dazugegeben und dann langsam und vorsichtig erhitzt. Er passt gut zu Linsen oder Kürbis.

Sonntag, 15. Februar 2015

Tamarinde

Tamarinde ist für unsere Begriffe wirklich exotisch. Lange dachte ich, dass es sich tatsächlich um Baumrinde handelt, aber in der Tat heißt der Baum Tamarinde und was man da kauft sind wohl die Schoten oder Früchte, eine Art Datteln. Jedenfalls erhält man im Asialaden einen viereckigen Block, der relativ merkwürdig aussieht, sehr sehr klebrig ist, wenn man ihn auspackt, angenehm riecht und alles in allem irgendwie anders ist, als alles was man so aus unserer westlichen Küche kennt.
Tamarinde erscheint als Bestandteil verschiedener Curry-Rezepte. Allerdings kann man nicht ein Stück von diesem klebrigen Zeug abschneiden und ins Curry werfen. Man muss eine dickflüssige Soße aus ihr herstellen und die dann in die Pfanne geben. Tamarinde ist vom Geschmack her sauer. Gibt dem Curry also sauere Komponente. Gerade zu tomatigen Krabben- oder Fischcurrys passt es sehr gut. Zur Not kann man es durch Zitronensaft ersetzen.

Tamarindensaft

Zutaten:

ca. 50g Tamarinde
ca. 100ml warmes Wasser

Zubereitung:


 

Ein Stück Tamarinde abschneiden und in eine Schüssel geben. 


Mit dem Wasser übergießen und etwa 15 Minuten zur Seite stellen.

 Dann die weiche Tamarinde im Wasser mit den Fingern zerdrücken und zerreiben. Anschließend alles durch ein Sieb drücken. Man erhält eine dunkle braune Soße, die von der Konsistenz her an Ketchup erinnert und dann, wie im jeweiligen Rezept beschrieben, weiterverwendet werden kann.

Tamarinde





Sonntag, 8. Februar 2015

Joghurt

Vielleicht das Gegenteil von scharfen Chilis: ein kühlendes Joghurt. Joghurt kommt in der indischen Küche sehr oft zum Einsatz. Normalerweise erwartet man vielleicht an dieser Stelle den Hinweis auf eine low fat 0,1% super Leichtversion, die das Essen völlig kalorienfrei bereichert. Tja. Leider nein. Indische Küche ist meistens eher nicht low fat. Aber dennoch ganz gesund, da bin ich sicher. Also, falls Sie welchen kaufen, dann griechischen 10% Joghurt. Genau. Sehr lecker, sehr cremig, fantastisch für Soßen und Salate geeignet. Sie können auch eine größere Menge an Joghurt leicht selbst herstellen. Ich war ein wenig skeptisch, ob sich der Aufwand wirklich lohnt. Man kann ja so einfach einen großen Pott Joghurt kaufen. Dennoch habe ich es ausprobiert und ich finde, es lohnt sich in der Tat.


Joghurt

Zutaten:

500ml Bio-Vollmilch
1 El Bio-Joghurt, griechischer wenn's geht

Zubereitung:

Die Milch unter Rühren zum Kochen bringen. 


Vom Herd nehmen und in ein großes sterilisiertes Glas geben. 



Etwas abkühlen lassen. Dann den Joghurt einrühren und das Glas verschließen. Mit ein paar Küchentüchern umwickeln und 6 Stunden abkühlen lassen. Danach in den Kühlschrank. Vor dem Gebrauch einfach nochmal ein wenig durchrühren. 


Der Joghurt ist herrlich frisch, sanft und cremig.

Joghurt

Zu einem scharfen Curry, den selbst gemachten Joghurt einfach in einer Schüssel mit auf den Tisch stellen. Oder einen kühlenden Salat aus Joghurt und Salatgurken herstellen. Das Joghurt kann auch eine Currysoße verfeinern oder zu einem Lassi verarbeitet werden.